Ford Mustang Dark Horse SC Convertible: 795 hp ohne Dach

Ford Mustang Dark Horse SC Convertible in Precision Purple in Front-Dreiviertelansicht am Wasser

795 hp aus einem kompressorgeladenen 5,2-Liter-V8, 660 lb-ft (rund 895 Nm) und jetzt ohne festes Dach: Ford legt den Mustang Dark Horse SC als Convertible nach. Der neue offene Spitzen-Mustang soll im Frühjahr 2027 in die US-Showrooms rollen – und ist laut Ford der stärkste Serien-Mustang mit Frischluftgarantie.

Der Predator-V8 bleibt ein ordentliches Gerät

Unter der Haube arbeitet auch im Cabrio der aufgeladene 5,2-Liter-V8 namens Predator. Ford nennt 795 hp; das entspricht rund 806 PS. Dazu kommen 660 lb-ft Drehmoment, also etwa 895 Nm. Die Kraft geht über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe von Tremec, eine Carbon-Kardanwelle und an die Hinterräder. Eine Handschaltung ist für den Dark Horse SC weiterhin nicht vorgesehen.

Die nackte Zahl liegt knapp unter jener des Mustang GTD, für ein offenes Serienauto ist das aber trotzdem eine heftige Ansage. Offizielle Fahrleistungen für das Convertible hat Ford bei der Vorstellung noch nicht veröffentlicht. Alles zu 0–60 mph, Viertelmeile oder Topspeed wäre daher momentan Kaffeesudlesen.

Nahaufnahme des Wählhebels im Ford Mustang Dark Horse SC Convertible auf einer Carbon-Mittelkonsole
Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe statt Handschalter: Wählhebel auf der Carbon-Mittelkonsole. Bild: Ford Motor Company

Mehr Grand Tourer als Track-Day-Hammer

Der geschlossene Dark Horse SC wurde klar in Richtung Rundenzeit entwickelt. Beim Convertible setzt Ford Racing den Schwerpunkt anders: Das MagneRide-Fahrwerk der nächsten Generation ist laut Hersteller eigens für die Straße abgestimmt. Es soll beim entspannten Cruisen nicht nerven und beim beherzten Gasgeben trotzdem satt liegen. Genau so muss ein 800-hp-Droptop eigentlich funktionieren.

Damit die offene Karosserie nicht zum wabbeligen Problem wird, übernimmt das Cabrio wesentliche Technik des Coupés; im Motorraum sitzt außerdem eine leichte Magnesium-Strebe zwischen den Federbeindomen. Das kompromisslose Track Package des Coupés ist für das Convertible nach bisherigem Stand nicht vorgesehen. Ford positioniert den Wagen ausdrücklich als offenen Grand Tourer, nicht als Rekordjäger am Rundkurs.

Lila Ford Mustang Dark Horse SC Convertible von hinten auf einer Straße am Wasser
Offen, heckgetrieben und mit großem Heckflügel: Ford sieht den Dark Horse SC Convertible als schnellen Grand Tourer für die Straße. Bild: Ford Motor Company

Purple statt langweilig

Die Premiere macht der Dark Horse SC Convertible in Precision Purple Metallic. Der neue Lack spielt je nach Licht zwischen Violett, Rot und Pink und erinnert damit ein bisserl an die alten Mystichrome-Mustangs. Dazu kommen eine eigene Bremssattelfarbe sowie Interieurdetails in Black Onyx oder Space Gray. Der große Flügel, die kantigen Seitenschweller, die rechteckigen Endrohre und die vielen Lufteinlässe lassen ohnehin keinen Zweifel: Das ist kein gemütlicher GT mit ein paar Aufklebern.

Das elektrisch betätigte Stoffdach verschwindet auf Knopfdruck. Einen Freibrief zum Öffnen während der Fahrt hat Ford bisher nicht genannt. Die interessante Nachricht für Mustang-Fans ist aber eine andere: Nach dem Shelby GT500 Convertible von 2013/14 gibt es wieder einen wirklich scharfen offenen Mustang ab Werk. Ford spricht vom ersten neuen High-Performance-Cabrio der Baureihe seit 2013 und vom stärksten offenen Mustang seiner Geschichte – beides Herstellerangaben, die angesichts von 795 hp plausibel wirken.

Offener Innenraum des Ford Mustang Dark Horse SC Convertible mit schwarzen und hellgrauen Sportsitzen
Der offene Innenraum mit Sportsitzen und digitalem Cockpit; Ford nennt Black Onyx und Space Gray als Interieurfarben. Bild: Ford Motor Company

Preis und Österreich: noch offen

US-Bestellungen sollen im Herbst 2026 starten, die ersten Fahrzeuge im Frühjahr 2027 bei den Händlern stehen. Einen US-Preis hat Ford für das Convertible noch nicht bekanntgegeben. Damit gibt es erst recht keinen belastbaren Österreich-Preis und keine Aussage zu einem offiziellen Europa-Vertrieb. NoVA, Import und Homologation wären bei einem 5,2-Liter-Kompressor-V8 ohnehin ein eigenes Kapitel.

Unterm Strich ist das Cabrio keine abgespeckte Styling-Variante, sondern der volle Dark-Horse-SC-Antrieb mit einem etwas vernünftigeren Straßen-Fokus. 806 PS mit Himmel über dem Kopf und V8-Kompressor-Sound im Ohr – für Fans von offenen Muscle Cars klingt das nach einer ziemlich leiwanden Versuchung. Jetzt fehlt nur noch der Preis.

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